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Vereinigung der Pflanzenzüchter und Saatgutkaufleute Österreichs

 
 

PRESSEMITTEILUNG

 

Neue Sorten spiegeln Vielfalt der heimischen Züchtung wider

Erfolge bei Gerste, Weizen, Sojabohne, Ölkürbis und Kartoffel.

Angesichts der international schwelenden Konflikte und der Auswirkungen auf den Weltmarkt gewinnen regionale Wertschöpfungsketten an Bedeutung. Die erste Stufe für Lebens- und Futtermittel ist dabei die Pflanzenzüchtung. Die Neuzulassungen zeigen bei den wichtigen Kulturarten, dass die heimischen Pflanzenzüchter ihrer Verantwortung nachkommen: So sind laut der Österreichischen Sortenliste 2026 beim Getreide 12 von 33 neuen Sorten österreichische Züchtungen. Das sind 1 der 5 neuen zweizweiligen Wintergersten, 2 der 5 mehrzeiligen Wintergersten, 1 der 3 Sommergersten, 6 der 9 Winterweizen und 2 der 3 Durumweizen. Beim Mais kommen 1 von 25, bei der Sojabohne 8 von 9, beim Ölkürbis alle 4 und bei der Kartoffel die einzige neue Sorte von österreichischen Züchtern. Damit bleibt der Anteil heimischer Sorten in der Österreichischen Sortenliste weiterhin hoch.

„Ein hoher Selbstversorgungsgrad mit hochwertigen Lebensmitteln aus regionalem Anbau und eine zukunftsfitte Produktion zählen momentan zu den wichtigsten agrarpolitischen Zielen. Gleichzeitig haben die Landwirte sowie Gemüse- und Gartenbaubetriebe eine Vielzahl von Heraus- und Anforderungen zu bewältigen. Einen wichtigen Beitrag zu deren Erreichung bzw. Bewältigung leistet eine innovative Pflanzenzüchtung, die den Betrieben neue und innovative Sorten zur Verfügung stellt“, so Saatgut Austria-Obmann Rainer Frank. 

Enorme Vielfalt aus Österreich

So punkten etwa die neuen Wintergersten-Sorten mit hoher Ertragsstärke in Trocken- und Feuchtgebieten sowie einige durch eine Resistenz gegen viröse Gelbverzwergung. Beim Winterweizen variieren die Sorteneigenschaften und reichen von Standfestigkeit und Ertragsstärke an unterschiedlichen Standorten über hohe Protein- und Kleberanteile bis hin zur Resistenz gegen Steinbrand. Sie sind damit optimal für den Einsatz in der Bio-Landwirtschaft. Die Sommergersten überzeugen mit hohem Ertrag und guter Braufähigkeit, die Durumsorten mit Qualität. Die Ölkürbissorten zeigen trotz der Frühreife der neuen Sorten hohe Korn- und Öl- sowie die Sojabohnensorten zusätzlich hohen Proteinertrag sowie Gesundheit. Die neue Kartoffelsorte bietet einen guten Knollenertrag und ist resistent gegen Nematoden.

Das zeigt die Vielfalt der heimischen Pflanzenzüchtung und Saatgutwirtschaft. Sie stellen resistente und gegenüber abiotischen Faktoren (z.B. wechselnde Herausforderungen durch das Wetter und die Witterungsbedingungen) tolerante Sorten in Form von Original-Saatgut und Pflanzgut zur Verfügung. Die Landwirte sowie Gemüse- und Gartenbaubetriebe profitieren dabei durch Ertragssicherheit, Umweltstabilität und Planbarkeit. Weitere Züchtungsziele sind Verarbeitbarkeit, Verdaulichkeit sowie diverse ernährungsphysiologische Aspekte.

„Die Pflanzenzüchtung ist jedoch ein zeit- und ressourcenintensiver Prozess. Der hohe Innovationsgrad der heimischen Pflanzenzüchtung kann daher nur aufrechterhalten werden, wenn die Betriebe Original-Saatgut kaufen und so mit den im Preis enthaltenen Lizenzgebühren die weitere Züchtungsarbeit ermöglichen“, unterstreicht Rainer Frank. Dies ist gut investiertes Geld in die weitere Entwicklung von Pflanzensorten, die an die sich immer wieder ändernden Anforderungen seitens der Landwirtschaft, der verarbeitenden Lebens- und Futtermittelindustrie und Konsumenten sowie an die klimatischen Bedingungen im Laufe des bis zu 10-jährigen Züchtungs- und Selektionsprozesses angepasst werden.

 

Über Saatgut Austria

Saatgut Austria ist die Vereinigung der Pflanzenzüchter, Saatgutproduzenten und Saatgutkaufleute Österreichs und übernimmt die Vertretung der gemeinsamen Interessen der Saatgutwirtschaft. Zu den Mitgliedern zählen 25 Firmen, drei Institutionen und zehn Einzelpersonen. Der Obmann der Vereinigung ist Michael Gohn (Probstdorfer Saatzucht), seine Stellvertreter sind Johann Blaimauer (RWA), Johann Birschitzky (Saatzucht Donau) und Erich Schwarzenberger (Samen Schwarzenberger).

 


 

 

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